Kurzarbeit in Europa – ein Vergleich

Prinzipiell gibt es in Europa gibt es vielseitige Arbeits- und Karriere Möglichkeiten die man bei seiner Jobsuche berücksichtigen sollte. Allerdings sorgen Krisenzeiten bei vielen Beschäftigten in Deutschland für existenzielle Ängste. An erster Stelle steht dabei in dem wohl größten Teil der Fälle die Sorge um den eigenen Arbeitsplatz. Schließlich sorgt ein wirtschaftlicher Abschwung für weniger Aufträge, leere Kassen und am Ende zu Entlassungen. Wie gestaltet sich aber die Situation bei Kurzarbeit in anderen Ländern der EU? Oder fehlen bei unseren Nachbarn ähnliche Regelungen zur Entlastung der Arbeitsmärkte?

Eine generelle Antwort auf diese beiden Fragen ist natürlich schwierig. Schuld sind die unterschiedlichen nationalen Regelungen zum Thema Kurzarbeit. Dies beginnt allein schon bei der bloßen Existenz. Während in vielen west- und auch einigen mitteleuropäischen Staaten Kurzarbeit zum Standard gehört, verwehrt eine nicht unerhebliche Zahl der osteuropäischen Nachbarn seinen Arbeitnehmern das Mittel der Kurzarbeit.

Und selbst wenn durch Kurzarbeit Beschäftigte in Unternehmen geschützt werden können – spätestens bei der Kurzarbeitergeld Berechnung treten Unterschiede ganz offen zutage. So darf in Österreich ein Unternehmen zwar Kurzarbeit anordnen – allerdings nur bis zu einem Umfang von 80 Prozent (aufgrund der Wirtschaftskrise 2008/2009 gilt für diesen Zeitraum die 90-Prozent-Marke als oberer Grenzwert). Und im Rahmen der Kurzarbeitergeld Berechnung werden auch Unterschiede im direkten Vergleich bezüglich der Entgeltersatzleistungen deutlich.

So müssen zum Beispiel Arbeitnehmer in Luxemburg nur 20 Prozent des vertraglich vereinbarten Bruttolohnes als Einbuße hinnehmen, während in Belgien lediglich 75 Prozent und in Frankreich nur magere 60 Prozent durch die zuständigen Stellen getragen werden. Und die Unterschiede bei der Kurzarbeit Berechnung können noch weitergehen. In einigen Ländern müssen Unternehmen die Leistungen zur Sozialversicherung aus eigener Tasche finanzieren. Trotz vieler auffälliger Unterschiede – Kurzarbeit ist nach Meinung vieler Politiker ein wichtiges Mittel, um in Krisen den Arbeitsmarkt zu entlasten.