Die Umsatzsteueridentifikationsnummer in der EU

Mit der größer werdenden Europäischen Union und den immer schneller werdenden Warenströmen zwischen den Staaten der Gemeinschaft, strebt man seit Jahren eine Harmonisierung in der Erkennbarkeit der Abläufe an.

Die Problematik der Überschaubarkeit liegt in den ungleichen Umsatzsteuerzahlen in den einzelnen Ländern und weiterhin darin, dass der Lieferant in ein anderes EU-Land von der Mehrwertsteuer freigestellt ist, wenn der Abnehmer im Zielland der Waren die dort gültige Umsatzsteuer bezahlt. Mit dem Vorlegen der USt-IdNr. (Umsatzsteueridentifikationsnummer) durch den Empfänger ist dieser Vorgang amtlich gemacht.

Weiterhin kann der Gesamtvorgang in seinem gesamten Verlauf zwischen den Staaten überprüft werden. Dazu gehört auch, wenn andere Leistungen zu einer Lieferung, wie beispielsweise Vermittlerprovisionen oder andere Befördeungsleistungen in einem anderen Land durch den anderen Ländersitz eines am Auftrag Beteiligten versteuert werden. Die Überprüfung einer USt-IdNr und deren Gültigkeit erfolgt durch das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt), und zwar durch das “MWST-Informationsaustauschsystem”, das kurz mit MIAS bezeichnet wird. Die Nummer beginnt für ein in Deutschland ansässiges Unternehmen mit den beiden Großbuchstaben DE, dahinter eine neunstellige Zahl, deren letzte Zahl eine Prüfziffer ist.

Jeder Unternehmer eines jeden Landes der EU kann am Warenverkehr mit einem anderen EU-Land nur teilnehmen, wenn er eine solche Umsatzsteuer-Identifikationsnummer vorlegen kann. Das gilt sowohl für den Kauf von Waren wie auch dem Verkauf von Produkten. Diese USt-IdNr. sollte nicht verwechselt werden mit der allgemeinen Steuernummer und auch nicht mit der Steuer-Identifikationsnummer, die zur Zeit in Deutschland eingeführt wird.

Die nur für die EU gültige Umsatzsteuer-Identifikationsnummer wird in Deutschland beantragt beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt), was auch über das Internet online geschehen kann. Die gesetzliche Grundlage dazu ist in der Bundesrepublik Deutschland der § 27 a des Umsatzsteuergesetzes (UStG).

Stellt man fest, das die Einführung der neuen Nummer der Rationalisierung von Arbeitsabläufen und der Harmonisierung in einem sich vereinenden Europa dient, so kann, vor allen Dingen in Verbindung mit der Einführung der Steuer-Identifikations-Nr., gesagt weden, dass die dadurch weiterführende EDV-Erfassung, immer mehr den Bürger gläsern macht für die Abgabenwelt der Steuerbehörden.