Ärzteversorgung in der EU gesichert

Die Zeiten, in denen die Ärzte ‚die Götter in Weiß waren‘, sind inzwischen jahrzehntelang vorbei. In der heutigen Zeit sind Ärzte Dienstleister. Das waren sie damals zwar auch, aber das wurde vielfach unter dem weißen Arztkittel kaschiert und keinesfalls so ausgesprochen.

Denn der Arzt war ausschließlich Helfer, über seine Honorierung wurde nicht gesprochen. Sicherlich nicht zuletzt auch deswegen nicht, weil es mit den Krankenkassen keine Probleme bei der Übernahme von Kosten für Behandlung und Medikamente gab. Es wurde eben alles bezahlt.

Heutzutage sieht das ganz anders aus. Mittlerweile handeln alle Versicherten mit den niedergelassenen Ärzten die Behandlung und ihre Kosten aus, so wie es in jeder Zahnarztpraxis üblich ist.

Die Unterschiede der Gesundheitsversorgung in der EU

Europa soll zusammenwachsen, und das soll auch für die Ärzteversorgung in der EUgelten. Aufgrund der verschiedenen Gesundheitssysteme, aber auch der Währungen innerhalb der EU ist die Ärzteversorgung überaus heterogen. Es gibt in der Medizin sicherlich gewisse Grundstandards, aber darüber hinaus ebenso große Unterschiede. Durch die seit Mai 2011 in der EU geltende freie Arbeitsplatzwahl wird es in absehbarer Zeit zu spürbaren Unterversorgungen im ärztlichen Bereich kommen. Auf der anderen Seite steigt das Angebot an Allgemein- und Fachärzten in verschiedenen EU-Ländern, ohne dass dieses Ungleichgewicht ausgeglichen werden kann, so wie es die Bundesregierung in Deutschland zum aktuellen Thema ‚Landflucht der Ärzte‘ (ähnlich wie bei den Apotheken)versucht. Wenn deutsche Ärzte zum Job- und Timesharing am Wochenende per Billigflug nach England reisen, um dort auf Honorarbasis zu arbeiten, weil Bezahlung sowie Arbeitsplatzbedingungen deutlich besser als in ihrem Heimatland sind, gibt es für eine ausgewogene Ärzteversorgung in der EU noch viel zu tun.