Kreditkarten: Nutzung in der Euro-Zone

Kreditkarten erfreuen sich weltweit stetig wachsender Beliebtheit. Inhaber von Kreditkarten können damit Waren und Dienstleistungen bei solchen Firmen bezahlen, die sich der jeweiligen Kreditkartenfirma als sog. Akzeptanzstelle angeschlossen haben.

Dem Käufer wird der Einkauf erleichtert, da er von Bargeld unabhängig ist. Alle Ausgaben werden gesammelt und der Kreditkartenkunde erhält einen zinslosen Kredit bis zur Fälligkeit der Abrechnung, die im Allgemeinen monatlich erfolgt.

Insbesondere auf Reisen wird die Kreditkarte gerne eingesetzt, da man nicht mehr mit verschiedenen nationalen Währungen hantieren muss. Die Kreditkarte wird immer in der heimischen Landeswährung mit dem Kunden abgerechnet. Und der Händler erhält wiederum den Umsatz in der Währung vor Ort. Oft berechnet die Kreditkartenfirma für die notwendige Kursumrechnung dann ein sog. Auslandsnutzungsentgelt. Daher fallen bei einer in Euro geführten Kreditkarte bei Zahlungen im Euro-Raum in der Regel keine vermehrten Kosten an. Zur sicheren Aufbewahrung von Kredit- und anderen Karten ist ein Kartenetui zu empfehlen.

Seit der Einführung des Euros in Europa ist die Währungsumrechnung innerhalb von “Euroland” nicht mehr notwendig. Trotzdem hat die Nutzung von Kreditkarten nicht nachgelassen. Durch die intelligente Erweiterung der Kreditkartenfunktionen, ist der Kunde sehr flexibel geworden. Nach einer Ausweitung des Bargeldautomatennetzes kann man nun beispielsweise überall in Europa mit der Karte am Automaten Geld abheben. Und die Eurowährung muss später nicht mehr teuer zurück getauscht werden.

Kreditkartenfirmen erweitern diese Vorteile permanent weiter. Oftmals durch Versicherungen, die bei Bezahlung mit der Kreditkarte gratis eingeschlossen sind. (Transportschadenabsicherung, Reiserücktrittpolice u.s.w.).

Technische Neuerungen machen es möglich, die Kriminalitätsbekämpfung im Kreditkartenbereich zu verbessern. Während es früher üblich war, Belege manuell oder mit einer Kopiermaschine auszustellen und danach umständlich einzeln telefonisch abzufragen, ist es inzwischen problemlos möglich, gesperrte Karten auch international automatisch und schnell elektronisch abzugleichen und einzuziehen. Das Aufspüren von sog. Doubletten (gefälschten Kopien) ist durch die elektronische Vernetzung auf dem Vormarsch.

Mit der Einführung des Euros wurde das System der garantierten Eurocheques beendet. Es wurde durch preiswertere und modernere Systeme, wie die Kreditkarte, abgelöst. Nur die Eurocheque-Karte, kurz EC-Karte, ist als Überbleibsel noch im Umlauf und nach wie vor ein sehr verbreitetes Zahlungsmittel. Da sie aber nicht dieselben Kreditfunktionen wie die klassische Kreditkarte anbietet, existieren beide Systeme nebeneinander weiter.

Es bleibt abzuwarten, welche Kartensysteme im bargeldlosen Zahlungsverkehr langfristig den Wettbewerb gewinnen werden. Da das “Euroland” weiter wachsen wird, spielt der Währungsumtausch dabei eine zunehmend untergeordnete Rolle.