Irland

Irland ist ein Inselstaat auf der gleichnamigen Insel Irland. Im Norden grenzt es an das Vereinigte Königreich. Es ist im Osten von der Irischen See umgeben, im Westen und Süden vom Atlantik.

Mitte des 19. Jahrhunderts ging die Einwohnerzahl durch Missernten, Hungersnöte und Repressalien durch die englische Herrschaft von rund 6,5 Millionen auf 3,0 Millionen im Jahre 1921 zurück. Die Iren verließen ihre Heimat und wanderten vor allem nach Großbritannien und in die USA aus. Zu Beginn der 1920er Jahre begann zwar eine allmähliche Verbesserung der Lebensumstände durch die Unabhängigkeit von Großbritannien, die Einwohnerzahl schrumpfte aber weiter. Erst in den 1960er Jahren war der Tiefpunkt mit 2,82 Millionen Einwohnern erreicht. Heute werden 4,3 Millionen Einwohner gezählt. Die irische Bevölkerung bekennt sich zum größten Teil zum katholischen Glauben.

In der langen Geschichte Irlands gab es eine Reihe von Königreichen und Fürstentümern. Die Eroberung durch die Normannen läutete eine Vorherrschaft Englands über Jahrhunderte ein.
Der erste Schritt in die Unabhängigkeit begann erst 1921, nach blutigen Aufständen. Sechs Grafschaften in der Provinz Ulster blieben allerdings nach dem Abkommen Bestandteil Großbritanniens. Der Nordirland-Konflikt hat darin seinen Ursprung. Dies blieb auch, als Irland am 18. April 1949 aus dem Commonwealth ausschied. Erst seit dem Karfreitagsabkommen aus dem Jahr 1998 zeichnet sich eine deutliche Entspannung ab.

Irland ist eine parlamentarische Republik. Der Premierminister wird vom Parlament nominiert und vom Präsidenten ernannt. Der Präsident wird für sieben Jahre gewählt und nimmt hauptsächlich repräsentative Aufgaben wahr.

Die Hauptstadt von Irland ist Dublin. Ein Drittel der Bevölkerung lebt hier.

Irland wurde auch das „Armenhaus“ der damaligen Europäischen Gemeinschaft genannt. Aber im Jahr 2005 war Irland durch mehrjähriges starkes Wachstum einer der reichsten Staaten der EU. Im Jahr 1973 trat Irland der EU bei und hat sich seitdem in eine moderne, technisch hoch entwickelte Wirtschaft verwandelt. Allerdings ist Irland von der Finanzkrise 2007 besonders hart betroffen, denn der Wohlstand kam vor allem durch Spekulationen im Immobilienbereich zustande. Die irische Wirtschaft hatte sich sehr von ausländischen Direktinvestitionen abhängig gemacht.

Die über das Land verteilten Nationalparks erfreuen sich bei den Touristen großer Beliebtheit. Im Landesinneren finden sich überwiegend Ebenen, die aber von hügeliger Landschaft eingeschlossen werden. Von Norden nach Süden verläuft der Fluss Shannon, der längste Fluss der Insel. Es gibt in der Ebene viele Seen, die die Landschaft maßgeblich prägen.

Äußerst schmackhafte, einfache Fleischgerichte, sowie viel gekochtes Gemüse wie Kartoffeln, Karotten, Rüben und Pastinaken sind die Hauptbestandteile der traditionellen irischen Küche.