Italien

Im Süden Europas liegt Italien. Die Form des Landes erinnert an einen „Stiefel“. Die Inseln Sizilien, Sardinien und Elba gehören ebenfalls zu Italien, sowie noch ungefähr 70 weitere kleine Inseln. Im Osten ist es begrenzt vom Adriatischen Meer und im Westen vom Tyrrhenischen Meer. An Frankreich grenzen die nordwestlichen Landesteile, der Norden an die Schweiz und Österreich. Im Nordosten ist die Grenze zu Slowenien. Zwei kleine aber unabhängige Staaten sind die Vatikanstadt in Rom und die Republik San Marino.

In Italien leben 58,4 Millionen Menschen. Die Vielzahl der Einwohner bekennt sich zur römisch-katholischen Religion.

Italien war schon seit der Antike ein wichtiges europäisches Kulturzentrum. Die Geschichte Italiens wurde durch die Goten, Normannen und Araber geprägt.
Der Kirchenstaat, Mailand, Florenz, Venedig und das süditalienische Königreich teilten sich im 14. und 15. Jahrhundert in wechselnden Koalitionen die politische Macht. Erst durch den Einfluss der französischen Revolution gelang die Wiederherstellung eines Königreichs Italien. Mussolini wandelte 1922 das Königreich in einen totalitären Staat, der bis zum Ende des 2. Weltkrieges bestand.

Erst seit 1946 ist Italien eine parlamentarische Republik mit einem Zweikammersystem. Alle fünf Jahre finden Parlamentswahlen statt. Der Staatspräsident ist das Staatsoberhaupt.

Italiens Hauptstadt ist Rom, mit etwa 2,6 Millionen Einwohnern, deren Staatssprache italienisch ist. In einigen Landesteilen, wie zum Beispiel in Südtirol, werden auch noch regionale Amtssprachen wie deutsch und ladinisch oder französisch im Aostatal, sowie slowenisch in den Provinzen Triest und Gorizia gesprochen.

Italien ist ein Industriestaat. Das Wachstum ist allerdings schon seit Jahren nur geringfügig. Die wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes sind Mode, Lebensmittel, Maschinenbau, chemische Erzeugnisse, Kraftfahrzeuge und natürlich Tourismus.

Der Außenhandel in Italien musste herbe Rückschläge einstecken. Produkte wie Lederwaren, Textilien/Bekleidung und Möbel haben durch die chinesische Konkurrenz starke Einbußen gehabt.

Der Tourismus ist ein wichtiger Aktivposten in der Zahlungsbilanz. Zirka 40 Millionen ausländische Besucher kommen jährlich nach Italien. Mehr als ein Viertel der Gäste sind Deutsche. Italien zählt somit zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen und ist dabei auch bei Sprachreisen und Jugendreisen ein oft gewähltes Land.
Die Italiener sind freundliche Gastgeber. Das Dolce Vita ist eine Lebensphilosophie der lebensfrohen Einwohner.
Italien befindet sich im Alpenraum in einer Übergangszone vom kontinentalen zum subtropischen Klima. So findet man in der Poebene kalte und neblige Winter und feuchtheiße Sommer. Mittelitalien dagegen hat ein überwiegend gemäßigtes, mediterranes Klima. Süditalien und die Inseln haben ein ausgeprägtes Mittelmeerklima mit feucht-milden Wintern und trocken-heißen Sommern.
Die italienische Küche bietet reiche Abwechslung. Ob Pesto-Gerichte, leckeres Risotto oder Fisch, bis hin zu feinen Aromen, wird hier der Genuss geradezu zelebriert.