Litauen

Litauen liegt im Baltikum an der Ostsee. Im Norden ist die Grenze zu Lettland, im Osten zu Weißrussland; südöstlich liegt Polen. Im Südwesten grenzt Litauen an die russische Exklave Kaliningrad.
Die Landschaft ist, bis auf wenige sehr niedrige Hügel, im westlichen Hochland und im östlichen Bergland überwiegend flach.
84 % der Bevölkerung sind litauischer Herkunft. Polen mit etwa 6 % und Russen mit zirka 5 % sind die beiden größten Minderheiten des Landes.

Litauen ist eine parlamentarische Republik und war die erste Sowjetrepublik, die sich von der Sowjetunion löste und mit der Unabhängigkeitserklärung vom 11. März 1990 ihre Souveränität wiederherstellte. Der Präsident des Landes wird in direkter Wahl für fünf Jahre gewählt. 141 Mitglieder zählt das Einkammerparlament. Am 1.5.2004 wurde Litauen Teil der Europäischen Union.

Die Hauptstadt Wilnamit hat zirka 554.000 Einwohner. Sie liegt an den Ufern der Flüsse Neris und Vilnia. Wilnamit hat eine wunderschöne Architektur in ihrer Altstadt. Schon 1579 wurde die Universität gegründet.
Litauisch ist die offizielle Amtssprache, polnisch und russisch sind verbreitete Minderheitensprachen.

Mit dem Beitritt zur EU hat der seit 2000 anhaltenden Wachstumskurs weiteren Aufschwung erhalten, was zu einer Zunahme ausländischer Direktinvestitionen führte. Ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von fast 8 % konnte 2007 erreicht werden. Trotz dieser guten Bilanz sind auch viele Probleme zu bewältigen, wie zum Beispiel das niedrige Lohnniveau von durchschnittlich 529,- Euro im Monat. Auch die relativ hohe Auswanderungsrate gut ausgebildeter Arbeitskräfte bereitet Kopfzerbrechen, da es einen Mangel an Facharbeitern und medizinischem Personal im Land zur Folge hat.

Im Tourismus hat Litauen einen westeuropäischen Standard erreicht. Die Städte wurden restauriert, es entstanden wunderbare Freizeiteinrichtungen und komfortable Hotels. Auch die Verkehrsverbindungen wurden verbessert. Dadurch zieht es immer mehr Besucher nach Litauen, die sich von den malerischen Altstädten bezaubern lassen.
Scheinbar soll die beste Reisezeit in den Frühsommermonaten liegen, wenn man den begeisterten Besuchern Glauben schenken kann. Angenehme Temperaturen und eine recht stabile Wetterlage lassen in dieser Zeit Urlaubsfeeling aufkommen.
Die Preise in Restaurants, im Souvenirshop oder an der Tankstelle sind niedriger als in Deutschland. Auch die Unterkunft in Hotels und Pensionen ist preiswerter. Nur wer eine der neuen Nobelherbergen in den großen Städten aufsucht, zahlt mehr als in Deutschland.

Die medizinische Versorgung ist gut. Die Ärzte sind gut ausgebildet und auch die Krankenhäuser haben einen guten Ruf. Die Apotheken haben die meisten gängigen Medikamente vorrätig. Man sollte in der warmen Jahreszeit eine Zeckenschutzimpfung vornehmen lassen. Eine private Auslandsreise-Krankenversicherung mit Rücktransportgarantie ist ratsam.