Spanien

Spanien liegt auf der Iberischen Halbinsel in Südwesteuropa. Dazu gehören die Balearen, die Kanaren und die Exklaven auf dem afrikanischen Kontinent, Ceuta und Melilla. Spanien grenzt an Portugal im Westen, an Frankreich und Andorra im Norden und im Süden an Marokko. Eine natürliche Grenze ist das Mittelmeer im Osten.

Spanien hat etwa 40 Millionen Einwohner. Die bevölkerungsreichsten autonomen Gebiete sind Andalusien, Katalonien, Madrid und Valencia.

Das Land ist nach der Verfassung vom 6. Dezember 1978 ein sozialer und demokratischer Rechtsstaat mit der Staatsform einer parlamentarischen Monarchie. Der Königstitel wird vererbt. Die Rolle des spanischen Königs ist auf repräsentative Funktionen beschränkt. Das Parlament ist das oberste Gesetzgebungsorgan. Es unterteilt sich in zwei Kammern, das Abgeordnetenhaus und den Senat, deren Mitglieder für vier Jahre per Direktwahl gewählt werden. Seit 1986 ist Spanien Mitglied der Europäischen Union.

Die Hauptstadt ist Madrid, mit etwa 3 Millionen Einwohnern.

Die Nationalsprache ist Spanisch (castellano). Es gibt aber auch das Baskische (euskera), das Galicische (galego) und das Katalanische (català) als eigenständige Sprachen, die offiziell anerkannt sind.
Autonomen Gemeinschaften wie Valencia sprechen eine Variation des Katalanischen (valenciano). Auf den Balearen spricht man mallorquinisch.
Die jüngeren Spanier sprechen als Fremdsprache eher englisch, während die älteren Spanier französisch bevorzugen. In den Gebieten am Mittelmeer, auf den Balearen und auf den Kanarischen Inseln mit viel Tourismus, wird zum Teil deutsch als Fremdsprache gesprochen.

Durch den demokratischen Wandel nach 1975, dem Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft 1986 und der Teilnahme an der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion hat es in Spanien einen wirtschaftlichen Aufschwung gegeben. Die Industrie liberalisiert und modernisiert. Dabei sind einige international erfolgreiche Unternehmen entstanden. Der Dienstleistungssektor und das verarbeitende Gewerbe sind gut entwickelt. Die spanische Landwirtschaft, besonders der Obst-, Gemüse-, Oliven- und Weinanbau, aber vor allem auch der Tourismus spielen in der Wirtschaft eine wichtige Rolle.

Es kommen pro Jahr über 60 Millionen ausländische Besucher nach Spanien. Besonders beliebt bei den Urlaubern sind die Kanaren und Balearen. Doch man reist auch gern an die Costa del Sol, die Costa Brava oder die Costa Blanca. Ebenfall beliebt bei Urlaubern sind Spaniens Inseln Mallorca und Teneriffa. Spanien ist weltweit ein sehr beliebtes Urlaubsland.
Die stolzen Spanier sind sehr freundliche Gastgeber. Spanien bietet ein mildes mediterranes Klima im Süden. Im Norden ist es feuchter. Auf den Kanarischen Inseln werden selbst im Winter milde Temperaturen um die zwanzig Grad gemessen.

Die medizinische Versorgung ist gut. Die Behandlung kann über Krankenschein laufen. Voraussetzung ist, dass man sich vor Reisebeginn bei seiner gesetzlichen Krankenkasse einen Auslandskrankenschein besorgt.