Ungarn

Ungarn ist ein mitteleuropäischer Anrainerstaat, dessen Nachbarn die Slowakei, Ukraine, Rumänien, Serbien, Kroatien, Slowenien und Österreich sind.
Das Land ist überwiegend flach. Lediglich im Norden findet man einige nicht sehr hohe Gebirge. Der Plattensee ist der größte See Mitteleuropas und ein beliebtes Reiseziel.

Gemäß der jüngsten Schätzung leben in Ungarn inzwischen weniger als 10 Millionen Menschen, davon 92,5 % Magyaren. Außerhalb Ungarns sind im Karpatenbecken noch etwa 2,4 Millionen Magyaren beheimatet.
Nach der letzten Volkszählung leben zudem ca. 205.000 Roma in Ungarn. Vor dem Zweiten Weltkrieg war die Minderheit der Roma noch stärker vertreten.

Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wurde das ungarische Staatswesen erneuert und am 23. Oktober 1989 die Republik Ungarn ausgerufen und eine modifizierte Version der sozialistischen Verfassung nach dem Vorbild des deutschen Grundgesetzes trat in Kraft. Die Regierung ist dem Parlament verantwortlich, für die Regierungstätigkeit trägt der Ministerpräsident Verantwortung. Um eine möglichst große Stabilität der Regierung zu gewährleisten, wurde die Institution des konstruktiven Misstrauensvotums geschaffen. Im März 1990 fanden die ersten freien Parlamentswahlen Ungarns seit 1947 statt. Zum 1. Mai 2004 erfolgte der Beitritt zur Europäischen Union.

Das Parlament wählt den Präsidenten der Republik, den Ministerpräsidenten, die Mitglieder des Verfassungsgerichts, den Ombudsmann der Minderheiten, den Präsidenten des Obersten Gerichts und den Generalstaatsanwalt. Das Einkammerparlament hat 386 Abgeordnete, die auf vier Jahre gewählt werden. In Ungarn gibt es ein gemischtes Wahlsystem, ähnlich wie in Deutschland.

Budapest mit 1.886.000 Einwohnern, fast ein fünftel der Gesamteinwohner, die Hauptstadt Ungarns, ist aus den beiden Städten Burda and Pest entstanden. Die Stadt liegt an der Donau, ist reich an Geschichte und Kultur und für ihre Thermalquellen berühmt.

Nach einem Einbruch zu Beginn der 1990er Jahre verläuft die Umstrukturierung Ungarns in ein kapitalistisches Industrie- und Dienstleistungsland nun erfolgreich. Die Privatisierung ist weitgehend abgeschlossen, die meisten Staatsbetriebe wurden an ausländische Firmen verkauft. Von allen ehemaligen Ostblock-Staaten weist Ungarn die höchsten ausländischen Direktinvestitionen per Kopf auf. Wichtige Export-Zweige sind Fahrzeug- und Maschinenbau, Elektronik und Telekommunikation.

Ungarn besaß bereits vor der sog. Wende eine teils gute touristische Infrastruktur. Ungarn hat ein kontinentales Klima, die Sommer sind heiß, die Winter kalt, Niederschläge gering. Ab Anfang Mai bis in den Oktober herrschen milde Temperaturen, bei 2.000 Sonnenstunden pro Jahr ist es wärmer als in Mitteleuropa.
Aufgrund des günstigen Wechselkurses ist Ungarn ein preisgünstiges Urlaubsland. Mit einem Reisepass oder Personalausweis, für Kinder mit Kinderausweis mit Lichtbild, ist die Einreise jederzeit möglich.